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Chronik der Rote Kreuz Kapelle

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Rote Kreuz Kapelle
- Wuppertal -


Chronik

 

Im November des Jahres 1926 fanden sich einige Mitglieder der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Barmen zusammen um zu musizieren. Von den Gründungsmitgliedern namentlich bekannt sind : Willy Müller, Tuba; Hans Frowein, Tenor; Albert Cadel, Tenorhorn; Adolf Altenhenn, Flügelhorn; Heinrich Altenhenn, Tenorhorn; Willy Krabidel, Trompete.

Bei der Weihnachtsfeier der Sanitätskolonne im Dezember 1926 spielte man zum ersten Mal "hinter einem Vorhang" Weihnachtslieder. Die Darbietungen müssen einen guten Anklang gefunden haben, denn es schlossen sich Anfang 1927 weitere Mitglieder der Kapelle an. 1928 spielte man zum ersten Mal offiziell bei der 25-Jahr Feier der Sanitätskolonne in Leichlingen. Weitere Konzerte schlossen sich an: 1929 ein Konzert bei der Wiehler Sanitätskolonne und gleichen Jahr in der Aula des Gymnasiums an der Bleicherstraße in Barmen.

Da sie Vereinigung mittlerweile zu einem stattlichen Klangkörper heranwuchs, suchte man einen geeigneten Dirigenten. Das Gründungsmitglied Cadel sprach das Rote-Kreuz-Mitglied Anton Oxé an, der 1928 von der Musikschule in Aachen kam. Man wurde einig und ab Mitte 1928 übernahm Anton Oxé die Kapelle als Ausbilder / Zugführer und Kapellmeister.

Der Dirigent Anton Oxé leitete die Kapelle bis zu seinem Tode im Jahre 1979.

Im Jahre 1928 erließ der Preußische Landesverein vom Roten Kreuz eine neue Bekleidungsvorschrift und es kann davon Ausgegangen werden, dass ab diesem Jahr die Kapelle -wenn man bisher in der Dienstkleidung der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz musizierte- eine eigene Dienstkleidung , zumindest mit musikalischen Emblemen, erhielt. (Auf einem Foto aus dem Jahre 1930 kann man an den Dienstbekleidungen die berühmten "Schwalbennester" erkennen, die militärisch gesehen nur Musikvereinen und Wehrmachtskapellen vorbehalten waren).

1932 fand im Juni in Koblenz eine Reichsverbandstagung statt, an der die Kapelle mit ca. 35 Spielern beteiligt war.

Die Kapelle hatte in diesen Jahren keinen eigenen Namen und keinen rechtlichen eigenen Status. Die Mitglieder zählten zur Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Barmen unter dem Dachverband "Preußischer Landesverein vom Roten Kreuz".

1933 fand am 10. Dezember in Coburg die letzte Tagung der im Reichsverband zusammengeschlossenen Wohlfahrtseinrichtungen statt. Die Einrichtungen des Verbandes übernahm der neugebildete Wohlfahrtsauschuss des Deutschen Roten Kreuzes.

Es ist nicht bekannt, ob die Kapelle ab diesem Zeitpunkt einen eigenen Status erhielt.

1938 wurden durch Gesetz alle bestehenden Rot-Kreuz-Verbände, Vereine , Samariterverbände, usw. aufgelöst und in DRK-Bereitschaften umgewandelt.

Die Kapelle soll fortan bezeichnet worden sein : Musikzug der DRK-Bereitschaft Barmen.

Am 7.Mai 1939 fand in Düsseldorf ein Großaufmarsch der Landesstellen statt, an dem die Kapelle mitwirken musste.

Während der Kriegsjahre gibt es keine Aufzeichnungen mehr über die Kapelle. Da davon ausgegangen werden muss, dass viele Kapellenmitglieder an den Fronten waren, dürfte die Kapelle nicht wesentlich in Erscheinung getreten sein.

1945 wurde nach der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht auch das Deutsche Rote Kreuz von den Siegermächten aufgelöst.

In der britischen und amerikanischen Besatzungszone wurde ab Mitte 1945 die Weiterarbeit der örtlichen Rotkreuz-Gesellschaften stillschweigend geduldet. Die Kapelle formierte sich wieder, zumal die ersten Heimkehrer wieder mitmachen konnten. Es wurden wieder regelmäßige Proben aufgenommen und es folgten auch langsam wieder die ersten musikalischen Auftritte.

Besonders gedenken wir aus dieser Zeit des Geschäftsführers des Kreisverbandes Wuppertal Herrn Alfred Eugen Fischer und des Bereitschaftsführers Fritz Backhaus, die in dieser schweren Nachkriegszeit der Kapelle immer mit Rat und Tat zur Seite standen.

1947 fand am 21.2. die Gründungsfeier des DRK-Kreisverbandes Wuppertal statt und ab dieser Zeit nannte sich die Kapelle "DRK-Kreiskapelle Wuppertal". Diesen Namen behielt sie bis zur Bildung eines eigenen Arbeitskreises im Kreisverband Wuppertal im Jahre 1981. Auch weiterhin trat die Kapelle unter der Bezeichnung DRK-Kreiskapelle Wuppertal auf. Seit Anfang der 90er Jahre tritt die Kapelle unter dem Namen "Rote-Kreuz-Kapelle" auf. Jedoch ist die offizielle Bezeichnung : Arbeitskreis Musik im DRK-Kreisverband Wuppertal.

Nach dem Tode des über 50 Jahre tätigen Dirigenten Anton Oxé im Januar 1979 übernahm der 1. Posaunist Gerd Schulz die Leitung des Orchesters als musikalischer Leiter. Kamerad Gerd Schulz leitete die Kapelle bis zum Jahre 1996.

1996 übernahm der Arbeitskreisleiter Karl Hirschberg zusätzlich die musikalische Leitung.

Die Musikkapelle, die sich heute nicht mehr ausschließlich aus Mitgliedern der DRK-Bereitschaften zusammensetzt, hat vielen Widerständen und kriegsbedingten Schwierigkeiten zu Trotz, seit ihrer Gründung im Jahre 1926 bis heute ihre Berechtigung bewiesen.

 

(Weiteres folgt)

 

 

Zur Chronik :

Diese Chronik wurde zusammengestellt aufgrund von Unterlagen der ehemaligen freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz (heute Kreisverband Wuppertal des DRK) Erinnerungen ehemaliger Mitglieder , Fotos, Aufzeichnungen, und Rekonstruktionen. Alle Passagen dieser Chronik sind dokumentarisch nicht mehr belegbar, da über die Kapelle in ihren Gründungsjahren keine eigenen Aufzeichnungen erfolgten, da sie keinen separaten Status hatte und durch den 2. Weltkrieg viele Aufzeichnungen und Dokumente verloren gingen. Auf Grund des noch vorhandenen Materials und Erinnerungen früherer Mitglieder, sowie in Kenntnis der damaligen Verhältnisse, kann davon Ausgegangen werden, dass die nicht mehr belegbaren Passagen dieser Chronik als authentisch angesehen werden können.